Hallo Forum
Das Steueramt hat einen Vermögensvergleich angestellt... Das Resultat ist ein "Vermögensmanko". Der Herr vom Amt hat mir erklärt, dass mein Vermögenszuwachs zu gross sei im Vergleich zum Lohn. Ich muss das nun erklären.
Wie ich verstehe, geht es darum, unversteuertes Einkommen aufzudecken. Ich habe aber immer alles korrekt versteuert und angegeben. Die Ausgaben sind bereits auf das Minimum gesetzt worden. Was kann ich jetzt tun bzw. wer kann mir helfen?
Mit freundlichen Grüssen
Anne
Vermögensvergleich: Vermögens-Manko
Hallo Anne
Das ist mir selbst auch schon passiert. Aus meiner Steuererklärung haben die Steuerbehörden einfach einen Kapitalgewinn (der ist ja sowieso steuerfrei) vergessen einzurechnen bei der Berechnung im Vermögensvergleich und alles hatte sich dann schon geklärt. Ich glaube, die Steuerbehörden machen eine solche Rechnung standardmässig und schicken dir einen Brief bei einer Abweichung (Vermögens-Manko). Wenn du alles korrekt angegeben hast, hast du nichts zu befürchten und es handelt sich sehr wahrscheinlich um einen Fehler des Steueramtes. Ich würde mich auch jeden Fall in Verbindung setzen mit dem Steueramt, um dieses Problem aus der Welt zu schaffen.
Viele Grüsse, Roman
Danke für deine Antwort.
Es gab tatsächlich einen Kapitalgewinn. Der ist von Hand unten noch ergänzt von einem Mitarbeiter des Steueramts. Diesen Kapitalgewinn habe ich überprüft, der stimmt in etwa. Aber dies erklärt die Differenz noch nicht...
Hat jemand noch andere Ideen, wieso das sein könnte?
Irgendwelche Schenkungen oder Erbschaften, die nicht angegeben wurden? (in der Familie sind die ja meistens steuerbefreit)
Danke für deine Antworten. Die Frage hat sich gelöst. Der handgeschriebene Kapitalgewinn war viel zu tief berechnet worden. Dieser war viel grösser und nun erklärt sich die Differenz locker.
Hallo Roman
Ich habe auch ein ähnliches Problem. Allerdings ich die Situation bei uns ein bisschen komplexer. Wir (mein Mann und ich) haben vor kurzem ein Haus umgebaut, ich selbst habe noch eine kleine Firma und mein Mann verdient auch noch. So ergibt sich ein Vermögen, das ziemlich stark schwankt von Jahr zu Jahr.
Das Haus wurde aus bestehendem Vermögen bezahlt und auch noch aus einer Hypothek. Diese sind im Vermögensvergleich alle eingerechnet worden und auch die laufenden Ausgaben für den Hausbau als Mittelabfluss. Wir können uns die Differenz (Manko) einfach nicht erklären, denn wir haben alles in der Steuererklärung angegeben...
Kann es sein, dass die Differenz daher kommt, dass letztes Jahr neu die GmbH mit den neuen/höheren Steuerwert in die Berechnung einbezogen wurde (die wurde viel höher bewertet als das Stammkapital von CHF 20'000).
Danke schon im Voraus, Diana
Dann rechne doch einfach das Ganze nochmals durch ohne die GmbH...
Sorry, die ist oben beim Vermögen gar nicht drin, sondern offenbar bereits rausgerechnet. Aber unten im Vermögensvergleich bei der Vermögensverwendung sind CHF 20'000 drin (obwohl dir Firma schon einiges früher gegründet wurde). Aber wenn ich das rausnehme, verringert sich die Differenz nur um CHF 20'000 - die Differenz ist viel grösser. Die Idee mit der GmbH ist mir einfach in den Sinn gekommen, weil die Gesamtdifferenz ungefähr der Höhe der (Steuer-) Bewertung der GmbH entspricht. Aber wahrscheinlich ist das Zufall.
Ohne die Berechnung zu sehen, ist es natürlich schwierig, den Grund herauszufinden. Wenn es kein Geheimnis ist, kannst du mir sonst gerne die Berechnungen zusenden, dann schaue ich es mir mal an. Ich muss allerdings sagen, dass ich auf diesem Gebiet auch kein Experte bin. Aber interessieren würde es mich im Pinzip schon.
Eine Zusammenfassung des "Problems" eines Vermögens-Mankos findet ihr hier: https://treuhand-suche.ch/blog/vermoegensvergleich/
Ich denke, das dürfte denie einen oder anderen interessieren, wenn sieer seine*ihre Steuererklärung ausfüllt :-)
Vielen Dank an Diana für die Zurfügungstellung der Vermögensvergleichsrechnung (ist natürlich vollständig annonymisiert).
Danke ebenfalls Roman!
Noch eine kurze Anschlussfrage: Die Privatliegenschaft (im Bau) wird beim Vermögen noch nicht erfasst, da noch keine Einschätzung der Steuerbehörde vorliegt - entsprechend sinkt das Vermögen, obwohl das Haus einen Wert besitzt. Das verzerrt doch die ganze Rechnung und die Vermögensrechnung ist dann nicht mehr sinnvoll... Oder wie siehst du das?
Im Berechnungsfile habe ich diese Positionen herausgenommen, da sonst alles noch komplizierter wird. Aber es würde auch sonst stimmen, wenn man die Baukosten einrechnet. Die Vermögensabnahme wird dann durch einen entsprechenden Mittelabfluss (Ausgaben für Bau) erklärt.
Wenn der Bau später oben beim Vermögen wieder "aktiviert" wird, dann sollte das Vermögen wieder stabil sein, es fliesst dann quasi anderes Vermögen in den Bau.
Hier sehe ich allerdings schon eine grosse Fehlerquelle dieses Vermögensvergleichs, denn ist so ein Bau rel. gross im Vergleich zum regulären Einkommen, ergeben sich bei kleinsten Fehler der Baukostenzusammenstellung schnell Differenzen, die schnell den ganzen Vermögensvergleich verzerren können. In einem solchen Fall lohnt es sich also, genauer hinzuschauen.
Hallo Roman
Da hast du wahrscheinlich recht. Es gibt ja dann eine Abnahme im Vermögen wegen den Ausgaben für den Bau. Und unten beim Mittelabschluss sind dieses Ausgaben ja aufgeführt und damit "erklärt".
Vielen Dank!
- Bearbeitet
Hallo zusammen
Ihr habt mir hier im Forum bereits einmal helfen können. Nun habe ich wieder ein Problem und zwar Folgendes:
Steueramt schreibt
Vermögens-Vermehrung per 31.12.19:
Gemäss Ihrem Wertschriftenverzeichnis 2019 ergibt sich per Ende 2019 eine Vermögensvermehrung von CHF 283'899... (Differenz der Steuerwerte aus 2018 und 2019)
Wir ersuchen Sie daher uns schriftlich mitzuteilen, wie diese Vermögensvermehrung zustande kam.
Was genau können die Folgen sein, wenn ich das nicht mache? Droht mir dann eine Anklage?
mfg Jürgen
Hoi Jürgen
a) Ich würde dir sehr empfehlen, das Schreiben ernst zu nehmen und zu antworten. Was passieren kann, wenn du nichts machst, kannst du hier nachlesen: https://treuhand-suche.ch/blog/vermoegensvergleich/
b) Du kannst auch mit folgendem Excel-File den Vermögensvergleich nachrechnen: https://treuhand-suche.ch/blog/wp-content/uploads/2021/06/Vermoegensvergleich_Beispiel_treuhand-suche-ch.xlsx
In einem frühren Beitrag hast du geschrieben, dass du Einzelunternehmer bist. Ich nehme daher an, dass der Fehler dort zu finden ist. Vielleicht stimmt etwas in deiner Buchhaltung nicht oder du hast absichtlich etwas nicht angegeben...
Gruss
Roman
Danke für die Eingebung.
Ich habe mich in der freien Zeit hinter diesen Vermögensvergleich gesetzt und ich glaube, du hast recht. Einer der Fehler ist in der Buchhaltung der Einzelunternehmung zu finden. Ich hoffe nur, das hat nicht zu grosse Konsequenzen wegen Steuerhinterziehung... es war ja nicht absichtlich. Ich werde jedenfalls alles offenlegen und dann schauen wir mal, was passiert.
Zur Info für alle, die auch in dieser Situation sind: Ich habe noch Kapitalgewinne gefunden, die einen Teil erklären, diese wurden hier in der Diskussion noch nicht erwähnt. Diese sind ja nicht steuerbar in der Schweiz und das Steueramt hat vergessen, diese zu berücksichtigen.
mfg Jürgen
Hallo Roman, Hallo Forum
Ein kurzes Update zu meiner Situation: Ich habe mit der zuständigen Person auf der Steuerverwaltung das Problem persönlich besprochen und es wurde klar, dass alles in Ordnung ist. Man kann also mit denen gut reden und die Sache klären.
Also keine Panik, bei solcher Post vom Steueramt. So "stier" sind die dort nicht...
mfg Jürgen
Hallo,
ich habe ein ähnliches Problem wie oben diskutiert.
Kann mir jemand helfen oder mir eine gute Firma empfehlen, die sich um meine Schwierigkeiten mit der Steuererklärung kümmert?
f_goldschmidt
Hallo,
ich kann dir nicht sagen, welches Unternehmen du für die Beratung wählen solltest, die du benötigst, aber ich denke, dieser Artikel könnte dir helfen, die relevanteste Firma auszuwählen.
https://treuhand-suche.ch/blog/steuerberater-vergleich/