Jahresabschluss in der Buchhaltung 18 Häufige Steuerspar Fehler

Jahresabschluss in der Buchhaltung:
18 häufige Steuerspar Fehler

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Beim Erstellen des Jahresabschlusses in der Buchhaltung bietet sich zum letzten Mal Gelegenheit, steueroptimale Buchungen vorzunehmen und den Unternehmensgewinn und damit die Gewinnsteuer auf ein so tiefes Niveau wie möglich zu bringen. Damit sparen Sie tatsächlich Steuern. Diese letzte Chance zur Steueroptimierung sollte auf alle Fälle genutzt werden. Ist die Steuererklärung erst einmal abgeschickt, gibt es keine Möglichkeit mehr, plötzlich aufgetauchte Aufwandbelege zu verbuchen oder vergessene Abschreibungen nachzuholen. Aus und vorbei!

Zudem müssen Sie sicherstellen, dass der Jahresabschluss die Mindestvorgaben bezüglich Gliederung und Form einhält. Es zählt also nicht nur der Inhalt. Eine Rückweisung durch das Steueramt gilt es zu vermeiden, denn Sie müssen den Jahresabschluss mühsam nachbearbeiten oder einen Treuhänder damit beauftragen.

Häufige Fehler in der Methodik

Wenn Sie die folgenden Punkte korrekt machen, ist eine Rückweisung des Jahresabschlusses durch das Steueramt höchst unwahrscheinlich!

  1. Hinweise auf geänderte Schätzmethoden, Abschreibungsarten oder Annahmen (Abweichung vom Prinzip der Stetigkeit) dürfen nicht fehlen.
  2. Hinweise auf allfällige Verrechnungen, die aber gut begründet sein müssen. Denn es gilt der Grundsatz: Bruttoprinzip, generelles Verrechnungsverbot!
  3. Hinweise auf offene Verpflichtungen gegenüber Sozialversicherungen, Unfallversicherung und Vorsorge müssen zwingend aus der Bilanz oder dem Anhang ersichtlich sein.
  4. Hinweise zu Positionen mit nahestehenden Personen oder Unternehmen. Im Grundsatz muss jeder Transaktion mit einem Nahestehenden ein Marktpreis zu Grunde liegen.
  5. Die Gliederung muss auf Basis der Verfallstruktur geschehen.
  6. Angaben zu gewährten Sicherheiten für Verbindlichkeiten ggü. Dritten
  7. Angaben zu Sicherheiten für Forderungen ggü. Dritten
  8. Rangrücktritte von Forderungen erläutert?
  9. Hinweise auf off-balance Leasingverpflichtungen sind zwingend, gehen aber häufig vergessen.
  10. Nettobildung/Nettoauflösung von stillen Reserven erklärt? Häufig geht dies «vergessen».
  11. Konzise Erläuterung der Umsatzerfassung in komplizierten Fällen.

Einige Fallen bei den Schlussangaben

  1. Going Concern: Hinweis auf allfällige Schliessung oder andere betriebsgefährdende Enwicklungen vorhanden? (Abweichung vom Grundsatz der Fortführung)
  2. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag erwähnt? Art d. Ereignisses und geschätzte finanzielle Auswirkung.
  3. Empfohlen: Angabe der Kontaktperson in der Buchhaltung (in Steuererklärung)
  4. Empfohlen: Angabe der Revisionsfirma mit Kontaktperson
  5. Unterschriften gemäss Handelsregister (Einzelunterschrift bzw. Unterschrift zu zweien?
  6. Unterschrift der verantwortlichen Person der Buchhaltung/CFO nicht vergessen.

Und nun der Klassiker

  1. Ist der Jahresabschluss und die Versammlung der Inhaber spätestens 180 Tage nach Bilanzstichtag vorhanden bzw. durchgeführt? Diese Regel wird insbesondere von Kleinfirmen häufig nicht eingehalten, allerdings fast immer ohne Konsequenzen, sofern die Verspätung nicht exzessiv ist.

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